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The Association for Energy Cost Allocation

Europäischer Verein zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung – e.V.

Übersicht Studien zum Effekt der verbrauchsabhängigen Abrechnung

Bonn, 22. August 2016. Aus in zahlreichen Studien veröffentlichten Erfahrungen mit der verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung lassen sich Energieverbrauchsreduzierungen von durchschnittlich 20% ableiten (siehe EnergieInfo April 2013). Einen Überblick über diese Studien finden Sie hier.

Saving potentials energy cost allocation – available international studies

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Transparency on energy consumption is a crucial step to put energy efficiency first

E.V.V.E. joins the Coalition for Energy Savings

Brussels, 25 July 2016 – E.V.V.E., the European Association for the Consumption-based Billing of Energy Costs, has joined the Coalition for Energy Savings and its call for putting energy efficiency first in EU economic and energy policies.

E.V.V.E. is an independent, European-wide, politically active interest group whose activities aim at promoting systems to save energy and water in buildings. Amongst its members are leading companies developing and producing systems for heat, cold and water cost allocation, and carrying out consumption-based billing of energy and water costs within the European Union and beyond.

“We are joining forces with The Coalition for Energy Savings, a unique alliance of industry, local authorities, trade unions, consumers and NGOs to help foster ambitious energy savings policies”, said Christian Sperber, Director General of E.V.V.E. “E.V.V.E. believes that transparency, including information on actual energy consumption, is one of the key conditions to move to an energy system which puts energy efficiency first”, added E.V.V.E.’s Managing Director Udo Wasser.

“We welcome E.V.V.E. joining our quest to put energy efficiency first in all decision-making to redress the historic bias that favours increasing energy supply over saving energy”, said Stefan Scheuer, Secretary General of the Coalition for Energy Savings. “Decision-makers in the energy system, including consumers, should be empowered to make informed choices and incentivized to invest in saving energy”.

As a multi-stakeholder Coalition, uniting 31 European business, civil society, consumer, professional, trade union and local government organisations, the Coalition for Energy Savings calls on the European Commission to put energy efficiency first in its upcoming climate and energy plans.

Frances Bean | +32 2 235 20 13 | secretariat[at]energycoalition.eu
Christian Sperber | +49 228 351496 | info[at]evve.com

E.V.V.E. joins the Coalition for Energy Savings

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E.V.V.E ENERGIEINFO April 2013

Größte Studie in Europa zum Heizwärmeverbrauch in Gebäuden veröffentlicht

  1. Energiewende wird im Wohnzimmer entschieden
  2. Auswirkungen der verbrauchsabhängigen Abrechnung in Abhängigkeit von der energetischen Gebäudequalität – Kurzfassung der Felsmann-Studie


(1) Energiewende wird im Wohnzimmer entschieden


Von Oliver Mertens

Energiewende wird im Wohnzimmer entschieden

In wärmegedämmten Gebäuden wird mehr Energie verschwendet als in ungedämmten. Der absolute Energieverbrauch wird mit zunehmender energetischer Gebäudequalität immer kleiner, aber der Einfluss der Nutzer und ihre Neigung zum verschwenderischen Umgang nehmen deutlich zu. Zu diesem Ergebnis kommt die bundesweit größte Studie zur Energieeffizienz in Gebäuden des renommierten Prof. Dr. Clemens Felsmann. Sein Fazit: Je besser der energetische Zustand der Gebäudehülle ist, desto weniger kümmert die Bewohner ihr Umgang mit der Wärme. Deshalb plädiert der Wissenschaftler für verursachergerechtes Abrechnen der Heizkosten auch in sehr gut wärmegedämmten Gebäuden. Darüber hinaus belegt die Studie das hohe CO2-Minderungspotenzial der Heizkostenabrechnung.

Felsmann hat die bislang größte deutsche Studie zu den „Auswirkungen der verbrauchsabhängigen Abrechnung in Abhängigkeit von der energetischen Gebäudequalität“ vorgestellt. Der Professor für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung lehrt am Institut für Energietechnik der Technischen Universität Dresden. Das Institut genießt hohes Ansehen und ist häufig für die Bundesregierung tätig. Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. hat Felsmann anonymisierte Messdaten von 3,3 Millionen Wohnungen zur Verfügung gestellt. Insgesamt gibt es in Deutschland 18 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Geringste CO2-Vermeidungskosten

Die Studie bestätigt das hohe CO2-Minderungspotenzial der Heizkostenabrechnung. Seit Einführung der Abrechnungspflicht im Jahr 1981 wurden rund 350 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Die meisten Energieeffizienzmaßnahmen zur CO2-Vermeidung verursachen Kosten. Im Gegensatz dazu entstehen bei der verbrauchsabhängigen Abrechnung Einsparungen in Höhe von knapp 200 Euro je Tonne vermiedenes CO2. „Keine im Ansatz vergleichbare Maßnahme weist derart geringe Vermeidungskosten auf wie die verbrauchsabhängige Abrechnung“, sagt Felsmann. Seinen Berechnungen zufolge sind Heizkostenabrechnungen in ihrer Wirkung besser als Energiesparlampen und sogar vergleichbar mit der Sanierung aller unsanierten 1- bis 2-Familienhäuser.

Nutzer in Altbauten deutlich energiebewusster

Die Analyse belegt, dass in Mehrfamilienhäusern die gemessenen Raumtemperaturen in zwei Dritteln aller untersuchten Wohnräume deutlich unter dem theoretischen Sollwert von 20°C liegen. Die Hälfte aller erfassten Werte lag sogar unter 19°C. Demnach verhalten sich Nutzer in Altbauten deutlich energiebewusster als bisher angenommen, und ihr Verhalten hat einen größeren Einfluss auf den Gesamtverbrauch als vermutet. Der gemessene Energieverbrauch von Altbauten fällt im Durchschnitt deutlich niedriger aus als der berechnete Bedarf nach EnEV. Einsparpotenziale von energetischen Maßnahmen an Gebäudehülle und Anlagentechnik werden deshalb überschätzt.

Die Felsmann-Studie weist nach, dass die durchschnittlichen Raumtemperaturen mit der energetischen Qualität der Gebäude deutlich steigen. Wohnungen, die zwischen 1958 und 1967 erstellt wurden, sind durchschnittlich 18,1°C warm. Solche aus den Jahren 1978 bis 1995 sind nur unwesentlich höher temperiert. Doch bereits die Baujahre von 1996 bis 2001 sind mit 19,4°C deutlich wärmer. Wohnungen nach dem EnEV-2002-Standard legen weiter zu auf rund 20°C. In Gebäuden nach aktueller EnEV sind die Raumtemperaturen im Mittel noch höher.

Durchschnittliche Raumtemperaturen nach Gebäude-Baujahr

Energieverbrauch für Warmwasser wird unterschätzt

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass der Gebäudezustand keinen Einfluss auf den Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung hat. Allerdings steigt der relative Anteil am Gesamtwärmeverbrauch mit zunehmender energetischer Gebäudequalität. Für Neubauten beträgt der Anteil hierfür über 30 Prozent. Aus dem umfangreichen Datenmaterial ermittelte Felsmann einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 26 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/(m2 a)) für die Wassererwärmung. Dieser Verbrauchswert liegt mehr als das Doppelte über dem in DIN V 18599 Teil 10 angenommenen Nutzenergiebedarf von 12,5 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter. In einem Altbau, der vor 1977 erstellt wurde, fallen durchschnittlich 17 Prozent des Heizwärmeverbrauchs auf die Warmwasserbereitung. In Gebäuden, die nach der EnEV 2002 gebaut wurden, sind es bereits 28 Prozent. In Einzelfällen kann der Anteil der Wassererwärmung im Neubau auf bis zu 50 Prozent steigen. Deshalb empfiehlt Felsmann, die verursachergerechte Heiz- und Wasserkostenverteilung auch im Neubau und im energetisch optimierten Altbau einzusetzen, um die Nutzer zum Energiesparen zu bewegen.

Verbrauchsausweis deutlich überlegen

Weil die Berechnungsgrundlage (DIN V 18599) auf anderen Grundannahmen beruht, wird der berechnete Energieverbrauch im Neubau nicht erreicht. Einsparpotenziale im Altbau könnten jedoch nur dann seriös prognostiziert werden, wenn für jeden Einzelfall die tatsächliche Verbrauchssituation geprüft werde. Ebenso wie im Altbau würden die Auswirkungen der energetischen Vorschriften nach EnEV im Neubau überschätzt. Der Wissenschaftler macht auch hierfür im Wesentlichen das Nutzerverhalten verantwortlich. Vor allem in neuen Gebäuden mit niedrigem Energiebedarf verbrauchen die Nutzer durch ihr Heiz- und Lüftungsverhalten mehr Wärme als berechnet.

Fazit

Das Nutzerverhalten ist entscheidend. Nur wer weiß, wie viel Energie er verbraucht und was das kostet, wird sein Verhalten im Umgang mit Energie überdenken. Und nur wer sein Verhalten überdenkt, wird sein Verbrauchsverhalten anpassen. Das kann laut Felsmann dazu führen, dass Räume weniger stark oder nur teilweise beheizt werden und dass bedarfsgerechter gelüftet und weniger Warmwasser verbraucht wird.


(2) Auswirkungen der verbrauchsabhängigen Abrechnung in Abhängigkeit von der energetischen Gebäudequalität


Clemens Felsmann, Juliane Schmidt

Die Energiebilanz von Wohngebäuden wird im Wesentlichen vom Energiebedarf für Raumheizung und Trinkwassererwärmung bestimmt. Im Hinblick auf die Quantifizierung möglicher Energieeinspareffekte stehen neben den bauphysikalischen Eigenschaften der Gebäude (Energiebedarf) und den anlagenseitigen Betriebsbedingungen (Energieeffizienz) vor allem die Auswirkungen des Nutzerverhaltens auf den Energieverbrauch im Mittelpunkt des Interesses. So ist beispielsweise der Heizwärmebedarf für die Raumheizung vor allem durch die Bauweise des Gebäudes festgelegt und kann – unter der Annahme einer Standardnutzung und Standardwitterungsbedingungen – mit gängigen Rechenverfahren (z. B. DIN V 18599) bestimmt werden. Dennoch stellen sich – vor allem auch aufgrund des Nutzerverhaltens – im tatsächlichen Gebäudebetrieb oftmals vom berechneten Bedarf stark abweichende Verbrauchswerte ein. Auch ist aus Feldmessungen bekannt, dass baugleiche Gebäude sich in ihrem Energieverbrauch selbst dann deutlich unterscheiden, wenn diese zwar grundsätzlich ähnlich genutzt, aber unterschiedlich betrieben werden. Der Nutzer hat also nachweislich sowohl bei der Raumheizung als auch in der Trinkwassererwärmung einen sehr starken Einfluss auf den Wärmeverbrauch. Mit steigender energetischer Qualität von Gebäudehülle und Anlagentechnik nimmt dieser Einfluss sogar noch zu. Mit Hilfe der verursachergerechten Heizkostenverteilung steht erfahrungsgemäß eine sehr effektive Maßnahme zur Verfügung, die durch eine gezielte Beeinflussung des Nutzerverhaltens eine Minderung des Heizwärmeverbrauchs und eine entsprechende CO2-Emissionsminderung bewirken kann. Die Nutzerbeeinflussung erfolgt maßgeblich über die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten und äußert sich z. B. in einem eingeschränkten, aber bedarfsgerechten Heizverhalten (reduzierte Raumtemperaturen oder Teilbeheizung der Wohnung), in einem veränderten Lüftungsverhalten sowie in reduzierten Trinkwarmwasserzapfungen. Entscheidend ist, ob und inwieweit der Nutzer durch eine verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung zu einer veränderten Betriebs- und Nutzungsweise, d. h. insbesondere zu einem bewussten Umgang mit Energie, animiert werden kann. Im Rahmen der vorliegenden Untersuchungen wurde das Nutzerverhalten anhand von realen Energieverbrauchswerten abgeschätzt. Mit Hilfe der zu Grunde liegenden Daten konnten des Weiteren die Auswirkungen dieses Nutzerverhaltens auf den Energieverbrauch der Gebäude in Abhängigkeit von ihren energetischen Eigenschaften analysiert werden.

Es wurden 323.000 Gebäude mit mehr als 3,3 Mio. Wohnungen bzw. etwa 283 Mio. Quadratmetern Wohnfläche in anonymisierter Form zusammengefasst.

Zu diesem Zweck wurden die von verschiedenen Messdienstleistern erfassten Energieverbrauchsdaten von über 323.000 Gebäuden mit mehr als 3,3 Mio. Wohnungen bzw. etwa 283 Mio. Quadratmetern Wohnfläche in anonymisierter Form zusammengefasst. Diese Fülle an Datenmaterial ist bisher einzigartig in Deutschland. Die gesammelten Daten wurden mit Hilfe ihrer Energieverbrauchsausweise ausgewertet und für die weitere Nutzung aufbereitet. Dies erfolgte getrennt nach Liegenschaftsgröße bzw. Anzahl der Nutzeinheiten und Baujahr bzw. energetischer Qualität der Gebäudehülle. Zusätzlich erfolgte eine Unterteilung in fernwärme- und kesselbeheizte Gebäude.

Zum Zweck einer systematischen Untersuchung der zu Grunde liegenden Zusammenhänge zwischen verbrauchsabhängiger Abrechnung und energetischer Gebäudequalität sowie im Hinblick auf mögliche Extrapolation der Ergebnisse wird die Gebäudesimulation als Untersuchungsmethode angewendet. Es wurden Gebäudemodelle mit einem Simulationsprogramm für thermische Gebäude- und Anlagensimulation erstellt. Bei der Erstellung der Modelle wurde ebenfalls nach Liegenschaftsgröße und Baualtersklasse differenziert. Es entstanden vier verschiedene Gebäudegrößen, die in jeweils fünf verschiedenen energetischen Standards ausgeführt wurden. Die Modelle konnten durch einen Abgleich mit den gesammelten Verbrauchsdaten validiert werden. Im Anschluss standen sie für die Abbildung des Nutzerverhaltens in Abhängigkeit der energetischen Qualität der Gebäudehülle zur Verfügung.

Aus den Simulationen lässt sich ableiten, dass mit verbessertem baulichen Wärmeschutz und damit sinkenden Energiebedarfskennwerten die Verschwendungsneigung der Nutzer steigt. Dies äußert sich darin, dass in energiesparenden Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten bereits kleinere Abweichungen im Verhalten einzelner Nutzer (z. B. durch Wahl höherer Raumtemperaturen) einen deutlichen Einfluss auf die Verbrauchsspreizung zeigen. Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag liefern wird, nicht nur im Sinne der Abrechnungsgerechtigkeit sondern auch im Hinblick auf die tatsächliche Umsetzung der mit dem energiesparenden Bauen beabsichtigten Energieeinsparpotenziale. Hilfreich sind hierbei die relativ niedrigen Investitionskosten für die Einrichtung einer verbrauchsabhängigen Abrechnung.

Aus den in zahlreichen Studien veröffentlichten Erfahrungen mit der verbrauchsabhängigen Heizkostenverteilung lassen sich Energieverbrauchsreduzierungen von durchschnittlich 20 % infolge der Einführung und Umsetzung der Heizkostenverordnung ableiten. Diese Studie zeigt, dass bei neuen Gebäuden erheblich höhere Einsparungen erreicht werden können. Auf dieser Grundlage konnten die seit Einführung der Heizkostenverordnung 1981 bis 2012 vermiedenen CO2e-Emissionen mit bis zu 348 MtCO2 e beziffert werden. In Abhängigkeit von den zu Grunde gelegten Verbrauchseinsparungen durch die verursachergerechte Abrechnung können bis 2020 zusätzlich bis zu 95 MtCO2 e vermieden werden. Die CO2-Vermeidungskosten der verbrauchsabhängigen Abrechnung betragen beispielsweise 2010 -195 EUR/tCO2. Damit stellen sie finanzielle Gewinne dar und sind im Vergleich zu anderen Energieeinsparmaßnahmen im Gebäudesektor als äußerst vorteilhaft zu bewerten.

E.V.V.E ENERGIEINFO April 2013
DE – Größte Studie in Europa zum Heizwärmeverbrauch in Gebäuden veröffentlicht
DK – Største europæiske undersøgelse af varmeforbruget i bygninger er offentliggjort
EN – Largest study in Europe into buildings‘ heating consumption published
ES – El estudio más amplio en Europa sobre el consumo de energía calorífi ca en edifi cios
FR – La plus grande étude en Europe consacrée à la consommation de chauffage dans les bâtiments résidentiels vient d’être publiée
IT – Pubblicato il più grande studio in Europa sul consumo di riscaldamento negli edifi ci
NL – Het grootste onderzoek in Europa naar het warmtegebruik in gebouwen is gepubliceerd
PL – Największe europejskie opracowanie z zakresu zużycia ciepła na ogrzewanie budynków
SE – Europas största studie om värmeanvändning i fastigheter

Größte Studie in Europa zum Heizwärmeverbrauch in Gebäuden veröffentlicht

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E.V.V.E. Delegation bei EU-Energiekommissar G. Oettinger

Ausgesprochen gut informiert über die Potenziale der Branche, zur Erreichung der CO2-Einsparziele kostengünstig beizutragen, zeigte sich Kommissar Günther Oettinger bei einem Gespräch mit Vertretern der E.V.V.E.

Bonn, 12. November 2012. Kommissar Oettinger bezog sich dabei vor allem auf den Beitrag, den die Abrechnungsunternehmen bei der Umsetzung der kürzlich verabschiedeten Energieeffizienzrichtlinie in den Mitgliedstaaten leisten können, in denen bisher noch keine Verpflichtung besteht, Energiekosten verbrauchsabhängig abzurechnen. Er zeigte sich davon überzeugt, dass mit den vorhandenen technischen Lösungen die Ausstattungsverpflichtung wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Die Richtlinie gebe zudem die notwendigen Mindestanforderungen vor und unterstreiche die Verpflichtung zur verbrauchsabhängigen Abrechnung.

Oettinger ermutigte die Branche, die Umsetzung der Richtlinienanforderungen zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung im engen Dialog mit der EU-Kommission zu unterstützen.

E.V.V.E. Delegation bei EU-Energiekommissar G. Oettinger

v.l.n.r.: Christian Sperber, Hauptgeschäftsführer E.V.V.E.; Walter Schmidt, Präsident E.V.V.E.; Günther Oettinger, EU-Kommissar; Marcus Lehmann, Präsidiumsmitglied E.V.V.E., Udo Wasser, Geschäftsführer E.V.V.E.

E.V.V.E. Delegation bei EU-Energiekommissar G. Oettinger

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Europäischer Verein zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.) mit neuem Präsidium

Präsident Walter Schmidt für eine weitere Amtszeit bestätigt / Umsetzung der europäischen Energieeffizienzrichtlinie erfordert gemeinsames Engagement

Bonn, 23. Oktober 2012. Walter Schmidt ist weitere zwei Jahre Präsident des Europäischen Vereins zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.). Der CEO des Essener Energiedienstleisters ista International GmbH wurde auf der Jahreshauptversammlung mit grosser Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Als Vizepräsident wurde Detlef Busch, Business Manager für das internationale Geschäft der Techem Energy Services GmbH, wieder gewählt.

Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Achim Dicke (ista Deutschland) und DDr. Helmut Gradischnik (Meßtechnik Ges.m.b.H. & CoKG, Österreich). Neu in das Präsidium des E.V.V.E. gewählt wurden Keld Forchhammer (Brunata A/S, Dänemark), Oliver Geer (Brunata Wärmemesser-Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Deutschland), Marcus Lehmann (Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG) und Dr. Christoph Schmucker (Brunata Wärmemesser GmbH & Co. KG, Deutschland).

Walter Schmidt zu seiner Wiederwahl: „Ich danke den Mitgliedern des E.V.V.E. für diesen Vertrauensbeweis.“ Mit Blick auf die erst kürzlich vom EU-Rat verabschiedete Energieeffizienzrichtlinie ergänzt er: „Europa hat mit Annahme der Energieeffizienzrichtlinie gezeigt, dass verbindliche Maßnahmen und Zielvorgaben der richtige Weg zur Erreichung der Klimaschutzziele sind. Die verursachergerechte Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten kann hier einen großen Beitrag leisten. Für die praktische Umsetzung stehen innovative und europaweit eingeführte Erfassungsgeräte wie Wärmezähler, Wasserzähler und Heizkostenverteiler zur Verfügung. Der E.V.V.E. steht mit seiner Branchenkompetenz bereit, die nationale Umsetzung eng zu begleiten. Hier ist gemeinsames Engagement auf allen Ebenen gefordert, bei der EU-Kommission, bei den Regierungen der Mitgliedstaaten und bei den Verbänden.“

Pressemitteilung: E.V.V.E. mit neuem Präsidium

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Verbrauchsabhängige Abrechnung wird Standard in ganz Europa

EU-Energieeffizienzrichtlinie angenommen / E.V.V.E. begrüßt Entschluss der Europäischen Union

Bonn, 5. Oktober 2012. Der Rat der Europäischen Union hat am 4. Oktober 2012 die EU-Energieeffizienzrichtlinie angenommen. Damit ist der Weg für eine europaweite Einführung verbindlicher Maßnahmen und Zielvorgaben zum Energiesparen frei. Die Umsetzung wird entscheidend zur Verminderung der CO2-Emissionen beitragen. „Das sind gute Nachrichten auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz und Klimaschutz europaweit“, sagt Walter Schmidt in seiner Funktion als Präsident des Europäischen Vereins zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.). „Der E.V.V.E. begrüßt die Annahme der EU-Energieeffizienzrichtlinie ausdrücklich. Besonders den Entschluss, zukünftig verstärkt bei der Nachfrage anzusetzen und den europäischen Bürger besser einzubeziehen.“

Die neue Richtlinie soll maßgeblich beitragen, das große Klimaziel zu erreichen, den Gesamtenergieverbrauch in der Europäischen Union bis 2020 um 20 Prozent zu verringern. Die Mitgliedstaaten können nun bis Mitte 2014 die Bestimmungen dazu in ihrer nationalen Gesetzgebung verankern. Im Fokus steht, dass die Abrechnung von Wärme / Kälte und Warmwasser auf der Grundlage des tatsächlichen Verbrauchs mindestens einmal jährlich erfolgt, damit Nutzer ihren Energieverbrauch beeinflussen und Verbrauchsinformationen in kürzeren Abständen erhalten (Anhang VII).

Das bereits in mehreren Ländern wie Dänemark, Deutschland oder Österreich erfolgreiche Instrument der verursachergerechten Abrechnung auf Nutzerebene wird durch die neue Richtlinie auf ganz Europa ausgedehnt. Bis zum 31. Dezember 2016 müssen zentralversorgte Mehrfamilienhäuser mit den notwendigen Erfassungsgeräten ausgestattet sein. Dort wo Wärme- / Kältezähler für die Verbrauchserfassung aus technischen Gründen oder nicht kosteneffizient eingesetzt werden können, kommen Heizkostenverteiler zum Einsatz. Sowohl Wärmezähler als auch Heizkostenverteiler sind europaweit seit vielen Jahren eingeführt und entsprechen einheitlichen technischen Standards (CEN Normen).

Die flächendeckende Einführung der verbrauchsabhängigen Abrechnung in Europa trägt damit entscheidend zur Verminderung der CO2-Emissionen bei. Die bisherigen Erfahrungen in den Ländern zeigt, dass durch dieses Verfahren zwischen 15 und 25 Prozent Energie eingespart werden kann.

Darüber hinaus sorgt sie für eine gerechte Kostenverteilung, da jeder seine individuelle Verbrauchsabrechnung bekommt und nur das zahlt, was er auch in Anspruch nimmt. Fazit: Sparen lohnt sich bei einer Abrechnung nach Verbrauch für jeden.

Die E.V.V.E. wird die Umsetzungsphase der EU-Energieeffizienzrichtlinie eng begleiten und für die Regierungen der Mitgliedstaaten ein kompetenter Ansprechpartner sein.

Pressemitteilung: Verbrauchsabhängige Abrechnung wird Standard in ganz Europa

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Europäischer Verein zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.) wählt neues Präsidium

Walter Schmidt ist neuer Präsident des Europäischen Branchenverbandes / Gemeinsames Engagement zur Erreichung der EU-Klimaschutzziele notwendig

Bonn, 15. November 2010. Walter Schmidt ist neuer Präsident des Europäischen Vereins zur verbrauchsabhängigen Energiekostenabrechnung (E.V.V.E.). Der CEO des Essener Energiedienstleisters ista International GmbH wurde auf der Jahreshauptversammlung einstimmig zum Nachfolger des Holländers Ben Wiegers (Warmtemeterservice B.V.) gewählt. Damit steht Schmidt dem europäischen Branchenverband der Messdienstunternehmen zunächst für zwei Jahre vor. Als Vizepräsident wurde Detlef Busch, Business Manager für das internationale Geschäft der Techem Energy Services GmbH, zum fünften Mal wieder gewählt.

Weitere, am 9. November 2010 in Barcelona gewählte Mitglieder des Präsidiums:
Michael Buschmann (Brunata Wärmemesser-Ges. Schultheiss GmbH+Co., Deutschland), Bernard Chaize (Ecometering, Frankreich), Christian Fischer Trollo (Brunata A/S, Dänemark), Achim Dicke (ista, Deutschland) und DDr. Helmut Gradischnik (Meßtechnik Ges.m.b.H. & CoKG, Österreich).

In seiner Funktion als neuer Verbandspräsident sagt Walter Schmidt: „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe. Der E.V.V.E. ist die Stimme der Branche in Europa und wir werden als Verband unser Engagement auf europäischer Ebene künftig deutlich verstärken“. Mit Blick auf die soeben vorgestellten Klima-Ziele der Europäischen Kommission, die u. a. europaweite Investitionen von einer Billion Euro in den kommenden zehn Jahren prognostizieren, ergänzt er. „Dass die Kommission bei ihrer Energie-Strategie in den nächsten Jahren voll auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz setzt, begrüßen wir sehr. Unsere Branche hat gerade für die Einsparungen in Wohn- und Gewerbeimmobilien – die mit ca. 40 Prozent einen massiven Anteil am Gesamt-Energieverbrauch in Europa ausmachen – innovative, effektive und vergleichsweise kostengünstige Lösungen entwickelt. Diese Maßnahmen können einen beachtlichen Beitrag zur Erreichung der angestrebten CO2-Senkungen leisten. Wir brauchen im Gebäudesektor in Zukunft intelligentes und professionelles Monitoring und Management des Energieverbrauchs. Ob Energieversorger, Hausverwaltung oder Mieter – ohne eine detaillierte Transparenz über den Energieverbrauch fehlt eine fundierte Grundlage für Investitionsentscheidungen, verändertes Verbraucherverhalten oder Wirksamkeitsanalysen von eingeleiteten Maßnahmen.“

Pressemitteilung: E.V.V.E. wählt neues Präsidium

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